Kann man das Telefon seines Kindes oder Jugendlichen überwachen?
Bewertung: 4.49 49 Rezensionen

Gefahren für Kinder und Jugendliche durch die neuen Technologien


Machen Sie sich keine Illusionen: Kindern und Jugendlichen heute den Zugang zu Bildschirmen und neuen Kommunikationstechnologien einfach zu untersagen, ist schlichtweg nicht möglich. Man kann vielleicht die Kleinsten noch von der digitalen Welt fernhalten, sobald aber ein Kind in die Schule kommt, wird dies immer schwieriger. Nein zu sagen, wenn das Kind ein Smartphone möchte, weil alle anderen Kinder in seinem Alter eines haben, ist quasi unmöglich. Spätestens dann macht der Nachwuchs Bekanntschaft mit der digitalen und virtuellen Welt.

Selbstverständlich kann es beruhigend sein, wenn ein Kind ein eigenes Mobiltelefon besitzt, da es dann jederzeit erreichbar ist und bei Problemen anrufen kann. Was die Sicherheit angeht, können sich aber gerade durch das Telefon ernsthafte Schwierigkeiten ergeben. Man liest heute immer häufiger von den negativen Seiten dieser Technologie, die sich als echte Gefahr für Kinder und Jugendliche erweisen kann. Ohne Sie übermäßig beunruhigen zu wollen, listen wir nachfolgend die wichtigsten Risiken auf, die bestehen, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher ein Mobiltelefon ohne Überwachung zur Verfügung hat.

  • Schlechte Bekanntschaften: Sicherlich wissen Sie, dass soziale Netzwerke bei Kindern und Jugendlichen sehr hoch im Kurs stehen. Bereits mit 10 oder 12 Jahren sind die meisten Kinder heute vollständig vernetzt und nutzen auf dem Mobiltelefon so beliebte Applikationen wie Facebook, Snapchat, Instagram usw. Die Tragweite dieser Art der Kommunikation ist ihnen jedoch in der Regel nicht bewusst. Dabei sind die sozialen Netzwerke inzwischen leider auch dafür bekannt, dass sie von übelgesinnten Menschen genutzt werden, um sich an Kinder und Jugendliche heranzumachen.
  • Digitale Belästigungen (Cybermobbing): Vielleicht haben Sie bereits von Schulmobbing gehört, eine Schikane, die sich gravierend auf die Psyche eines Kindes oder Jugendlichen auswirken kann. Der Begriff Cybermobbing oder digitale Belästigung ist dagegen noch etwas unbekannter. Dahinter stecken Menschen mit unlauteren Absichten, oft sogar andere Jugendliche, die sich einen Spaß daraus machen, ein Kind oder einen Jugendlichen als Opfer auszusuchen und über die sozialen Netzwerke zu belästigen, zu verleumden, dessen Konten zu hacken und möglicherweise kompromittierende Fotos zu veröffentlichen. Die Konsequenzen solcher Taten sind dramatisch und können ein großes Ausmaß annehmen, zumal es extrem schwierig ist, ein im weltweiten Netz einmal publiziertes Foto wieder vollständig zu löschen.
  • Abhängigkeit und Schulabbruch: Die technischen Möglichkeiten von Mobiltelefonen und die immer zahlreicher werdenden Applikationen können bei Kindern und Jugendlichen eine richtiggehende Abhängigkeit auslösen, da diese oft zu jung sind, um sich selbst entsprechende Grenzen zu setzen. Ein Kind kann also schnell süchtig nach seinem neuen « Spielzeug » werden, die schulischen Leistungen leiden darunter und eine allmähliche Desozialisierung setzt ein.

Sie sehen also, dass Eltern genügend Gründe haben, über den Umgang des Kindes mit dem Mobiltelefon beunruhigt zu sein, zumal man junge Menschen heute fast unmöglich davon fernhalten kann. Umso beunruhigender ist dies, wenn Kinder ihren Eltern keinen Einblick in ihre Privatsphäre gewähren. In diesem Fall wissen die Eltern dann überhaupt nicht, wie ihre Abkömmlinge mit dem Telefon umgehen, und können daher keine Kontrolle ausüben. Doch die neuen Überwachungs-Apps schaffen hier Abhilfe und machen eine Kontrolle durch die Eltern möglich.

 

Wie kann man das Mobiltelefon eines Kindes oder Jugendlichen diskret überwachen?


Sehen wir uns nun diese neuen Programme, mit denen man das Mobiltelefon des Kindes aus der Ferne überwachen kann, etwas genauer an. Die Software, man nennt sie auch Spionage- oder Überwachungs-Apps bzw. Spyware, kann man direkt aus dem Internet herunterladen und auf dem Telefon des Kindes installieren. Zuvor muss man allerdings ein Abonnement für die entsprechende Spyware abschließen, dessen Preis von der Laufzeit und den eingeschlossenen Optionen abhängig ist.

Die einzige Einschränkung besteht darin, dass man für die Installation der Software das Mobiltelefon des Kindes physisch in Händen haben muss. Im Idealfall kaufen Sie ein Gerät und installieren gleich die Spionage-App, bevor Sie es dem Kind aushändigen. Wenn das Kind bereits ein eigenes Mobiltelefon besitzt, ist der Wechsel auf ein neues Gerät ein günstiger Zeitpunkt. Die Begeisterung über das neue Telefon wird in diesem Fall sicher überwiegen. Allerdings sollten Sie das Kind aus moralischen Gründen über das Vorhandensein einer solchen Software auf dem Handy informieren.

Sobald Sie die Kosten für das Abonnement online bezahlt haben, erhalten Sie einen Link bzw. die Adresse einer spezifischen Website. Öffnen Sie nun den Internetbrowser des Telefons Ihres Kindes und geben Sie diese Adresse ein. Sie gelangen dann automatisch auf eine Website, von der Sie die Überwachungs-App herunterladen können. Wenn Sie auf den entsprechenden Link für den Download klicken, erhalten Sie die Anweisungen für die Installation der Software. Der ganze Prozess dauert nicht länger als ein paar Minuten. Wenn Sie bei der Installation auf Schwierigkeiten stoßen, zögern Sie nicht, sich telefonisch an den technischen Support des Anbieters zu wenden, damit die App korrekt installiert wird.

Ist die Installation abgeschlossen, beginnt das Programm für die Handyüberwachung mit seiner Arbeit. Die Funktionsweise einer Überwachungs-App ist im Grunde genommen ganz einfach. Sie sammelt alle Daten des betreffenden Telefons und speichert diese auf einem externen Server. Wenn Sie sich online mit Benutzername und Passwort in Ihr Benutzerkonto auf diesem Server einloggen, haben Sie Zugriff auf alle diese Daten und können dadurch jederzeit nachvollziehen, was Ihr Kind mit seinem Mobiltelefon treibt.

 

Was kann man mit einer Überwachungs-App auf dem Mobiltelefon des Kindes kontrollieren?

Sehen wir uns nun genauer an, welche Informationen Sie über das Control-Panel in Ihrem persönlichen Überwachungsbereich genau erhalten. Sie werden erstaunt sein, welch unterschiedliche Daten Sie dort aus der Ferne einsehen können, ohne dass Ihr Kind sich darüber tatsächlich bewusst ist.

  • Kontakte, Anrufe und SMS: Mit einem Klick gelangen Sie zur Liste der auf dem Telefon Ihres Kindes gespeicherten Kontakte. Sie können genau sehen, welche Anrufe zu welcher Uhrzeit mit diesem Telefon geführt wurden oder darauf eingegangen sind und wie lange diese jeweils gedauert haben. Bei manchen Programmen können Sie sogar eine Aufzeichnung der geführten Telefonate abhören. Gleiches gilt für die erhaltenen und gesendeten SMS, die ebenfalls mit allen Details im Control-Panel eingesehen werden können. Dadurch entgeht Ihnen nichts.
  • Instant-Messaging-Dienste und soziale Netzwerke: Kinder und Jugendliche ziehen heute in der Regel Nachrichten-Apps und soziale Netzwerke für die Kommunikation mit ihren Freunden und Bekannten vor. Dies ist aber kein Problem, denn die Spionagesoftware sammelt die Kommunikationsdaten dieser Mailboxen und registriert darüber hinaus alle Aktivitäten des Kindes in den Konten sozialer Netzwerke wie Facebook, Instagram und WhatsApp.
  • Die auf dem Telefon gespeicherten Fotos und Videos: Da Sie Zugriff auf alle auf dem Telefon Ihres Kindes gespeicherten Daten haben, sehen Sie selbstverständlich alle Fotos und Videos, egal ob Ihr Kind diese selbst aufgenommen, heruntergeladen und geschickt bekommen hat.
  • Die History der besuchten Websites: Sie befürchten, Ihr Kind könne über sein Telefon Websites besuchen, die für sein Alter unangemessen sind? Mithilfe einer Überwachungs-App haben Sie die Möglichkeit, sich alle besuchten Websites inklusive Datum, Uhrzeit und Verbindungsdauer anzeigen zu lassen. Sie müssen nur auf einen Link klicken, um die entsprechende Site direkt aufzurufen.
  • GPS-Ortung des Telefons: Dieses Features ist vermutlich eine der Funktionen, die für Eltern am beruhigendsten ist. Vom Control-Panel der Applikation aus können Sie via GPS Ihr Kind genau lokalisieren. Wir werden Ihnen nachfolgend noch genauer erläutern, wie Sie dies nutzen können.

Sie sehen also, dass Sie Ihr Kind mit einer auf seinem Telefon installierten Überwachungs-App umfassend beobachten und dadurch viel beruhigter sein können.

 

Ein Kind oder einen Jugendlichen mit einer Überwachungs-App orten

Wie bereits erwähnt enthalten Überwachungs-Apps, die Sie auf dem Telefon Ihres Kindes installieren können, neben vielen anderen Features ein System für die GPS-Ortung. Dieses fantastische technische System ist vor allem dann interessant, wenn Sie befürchten, dass Ihr Kind sich verirrt.

Damit können Sie nämlich auf einer Karte die genauen Bewegungen des Telefons (und damit Ihres Kindes) nachvollziehen und wissen genau, wo es sich befindet. Doch diese Funktion bietet noch mehr. Sie können auf einen Blick eine Liste mit allen Orten ansehen, an denen sich das Telefon (also Ihr Kind) befunden hat, und sogar auf einer Karte anzeigen lassen, welchen Weg es dafür genommen hat. Dadurch wissen Sie genau, ob das Kind oder der Jugendliche sich auch dort befindet, wo es bzw. er sein soll.

Und es kommt noch besser! Mit diesem Feature können Sie darüber hinaus eine sogenannte Sicherheitszone einrichten. Wenn Ihr Kind beispielsweise während Ihrer Abwesenheit zu Hause bleiben soll, dann definieren Sie die Wohnung als Sicherheitszone. Verlässt das überwachte Kind diese Sicherheitszone, erhalten Sie automatisch eine Warnung per SMS und können gegebenenfalls eingreifen, bevor es sich in Gefahr begibt.

Im umgekehrten Fall können Sie eine oder mehrere Gefahrenzonen festlegen, in die sich das Kind nicht begeben soll. Dies kann eine gefährliche, stark befahrene Straße oder ein verrufenes Stadtviertel sein. Auch in diesem Fall erhalten Sie umgehend eine Warnung per SMS, sobald das Telefon in diesem Bereich lokalisiert wird.

Sie sind erstaunt über diese praktischen und ausgereiften Features? Dann werden Sie noch mehr staunen, wenn Sie die folgenden Informationen lesen. Eine der allerneusten Innovationen, mit denen hochwertige Überwachungs-Apps ausgestattet sind, ist die Möglichkeit, mitzuhören, was im Umfeld des Telefons Ihres Kindes vor sich geht. Stellen wir uns vor, dass Sie Ihr Kind durch diese Applikation an einem bestimmten Ort lokalisiert haben, aber nicht wissen, was es dort macht. In diesem Fall klicken Sie einfach im Control-Panel auf eine bestimmte Funktion, mit der Sie das Mikrofon des Telefons Ihres Kindes aktivieren. Dann hören Sie genau, was sich im Umfeld des Telefons abspielt, so als ob Sie mit dem Kind telefonieren würden und der Lautsprecher des Telefons eingeschaltet wäre.

Sie können nun bestimmt nachvollziehen, dass diese erläuterten Funktionen einer Überwachungs-App Eltern eine nicht zu vernachlässigende Garantie für die Sicherheit von Kindern bieten. Egal ob sich Ihr Kind verirrt hat – oder noch schlimmer entführt wurde – oder ob Sie einfach mehr über seine Gewohnheiten und seinen Umgang wissen möchten, wenn Sie nicht zu Hause sind, Sie können sich nun Beruhigung verschaffen und gegebenenfalls zur Sicherheit des Kindes eingreifen.

Ein weiterer interessanter Pluspunkt der GPS-Lokalisierung des Telefons Ihres Kindes greift im Fall, dass dieses sein Telefon verloren hat oder dass es gestohlen wurde. Das kommt leider nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern vor. Sie müssen dann nur das Telefon auf einer Karte orten und schon wissen Sie, wo es sich befindet.

 

Eine Software als ferngesteuerte Kindersicherung für das Mobiltelefon

Viele Eltern sind besorgt über den Umgang ihrer Kinder mit Geräten wie Computer, Tablets oder Fernseher. Deshalb richten sie auf diesen vernetzten Geräten sorgfältig eine Kindersicherung ein. Eine solche Kindersicherung auf dem Mobiltelefon ist allerdings weitaus komplizierter zu installieren.

Bevor Sie einem Kind oder Jugendlichen ein eigenes Mobiltelefon aushändigen, können Sie sich zwar durch das Menü kämpfen und versuchen, einige Restriktionen festzulegen, doch ein gewitztes Kind wird diese Restriktionen auf dieselbe Art schnell wieder aufheben und Ihnen dann anschließend das Telefon nicht mehr so einfach überlassen. Das Herunterladen und Installieren einer neuen Applikation entzieht sich natürlich Ihrer Kontrolle.

Haben Sie jedoch eine Überwachungssoftware auf dem Telefon Ihres Kindes installiert, dann stellt sich dieses Problem nicht, denn Sie können jede beliebige Kindersicherung direkt von Ihrem Control-Panel aus einrichten, brauchen dazu also das Gerät nicht in Händen halten. In diesem Fall können Sie für das betreffende Telefon den Zugang auf bestimmte Websites, die Sie als unangemessen einstufen, limitieren oder blockieren. Ebenso können Sie bestimmte Applikationen ganz blockieren. Auf diese Weise üben Sie eine umfassende Kontrolle darüber aus, was Ihr Kind mit dem Telefon tun darf und was nicht, und Ihr Kind kann die definierten Restriktionen nicht einfach aufheben.

 

Ist es legal, das Telefon seines Kindes oder Jugendlichen zu überwachen?


Nun kommen wir zu einer Frage, die sich viele Eltern vermutlich stellen, die eine Überwachungs-App auf dem Telefon des Kindes installieren wollen. Ist dieser Vorgang wirklich legal?

Man hört heutzutage so viel darüber, dass die Privatsphäre eines jeden Menschen zu respektieren und dass Spionage mittels neuer Technologien verboten ist. Da liegt es nahe, dass Eltern Bedenken haben. Die gute Neuigkeit ist jedoch, dass die Nutzung einer derartigen Software zur Überwachung minderjähriger Kinder nicht verboten ist.

Voraussetzung ist, dass Sie tatsächlich das elterliche Sorgerecht über das überwachte Kind haben. Darüber hinaus muss das Kind, wie bereits erwähnt, minderjährig sein. Sobald ein Kind volljährig wird, stuft der Gesetzgeber es als durchaus fähig ein, selbst zu entscheiden, was es mit seinem Mobiltelefon macht und was nicht. Es hat mit der Volljährigkeit das Recht auf den Schutz seiner Privatsphäre erworben. Haben Sie also eine Überwachungs-App auf dem Mobiltelefon Ihres Kindes installiert und dieses vollendet das 18. Lebensjahr, dann müssen Sie die Software deinstallieren oder das eindeutige Einverständnis des volljährigen Kindes für die Fortsetzung der Kontrolle einholen. Ob dies gelingt, ist anzuzweifeln. Bei minderjährigen Kindern herrscht gesetzlich gesehen eine Grauzone, man sollte diese aber aus Gründen des gegenseitigen Vertrauens über das Vorhandensein der Applikation informieren.

Als Fazit gilt, dass eine Software, mit der Eltern ihre kleinen oder jugendlichen Kinder überwachen, ein ideales Mittel ist, um ein Auge auf deren digitalen Aktivitäten zu werden und zu verhindern, dass sie ein unnötiges Risiko eingehen.